BASEBALL Wie bereits 2009 sind die Heideköpfe im Halbfinale Gegner der Solingen Alligators.
Von Karl-Josef Überall
Beide haben sie ohne Probleme den Sprung ins Halbfinale geschafft. Nun stehen sie sich dort gegenüber: Heidenheim Heideköpfe und Solingen Alligators. Da fällt dem Baseball-Fan doch gleich wieder das denkwürdige Halbfinalspiel in der letzten Saison ein. Damals gewann Heidenheim nach fünf Spielen, machte dabei aus einem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung. Entscheidend waren letztlich die stärkeren Pitcher der Heideköpfe.
Alligators haben stark nachgebessert
Bei den Pitchern haben die Solinger stark nachgebessert. André Hughes fehlte letztes Jahr, der Nationalspieler bekam keine Freigabe seines holländischen Profiklubs. Diesmal ist er ebenso dabei wie Nils Hartkopf, Rückkehrer aus Mainz. Hinzu kommt Josh Rickards. Der amerikanische Linkshänder präsentierte sich zuletzt in einer bärenstarken Form. Doch auch auf dem Heidenheimer Hügel stehen Klasseleute. Markus Winkler ist ebenso wie André Hughes deutscher Nationalspieler. Und auf das US-Duell zwischen Josh Rickards und Dusty Bergman sind schon alle sehr gespannt.
Ebenso wie auf das Wiedersehen von Chris Beck und Matt Pali, den ehemaligen Solingern, die jetzt das Trikot der Heideköpfe tragen und dort inzwischen zu den Leistungsträgern avanciert sind.
„Ein Spiel wollen wir gewinnen“, ist die Zielvorgabe für kommenden Samstag von Lutz Träbert. Um 13 Uhr beginnt die erste Partie im Heideköpfe-Ballpark in Heidenheim.
Im dritten Spiel am 11. September am Weyersberg hätte der Alligators-Vorsitzende gerne Kai Gronauer dabei gehabt. Der bei den New York Mets unter Vertrag stehende Profi kehrt nächste Woche aus den USA zurück. „Normalerweise hätte Kai dann für uns gespielt“, so Lutz Träbert. Doch der 23-jährige Solinger muss ab 12. Oktober noch einige Extra-Schichten in den USA schieben - er gehört zu den auserwählten Talenten, die dann in der hoch eingeschätzten Arizona Fall League spielen werden. Aktuell soll Kai Gronauer deshalb keine Freigabe seines Klubs für die Alligators erhalten. „Das ist Pech für uns, aber ich freue mich auf jeden Fall für Kai“, sagt Lutz Träbert, „denn das ist eine Riesenauszeichnung für ihn.“ Ohnenhin ist 2010 ein tolles Jahr für Kai Gronauer, der im Februar zum Major-League-Spring-Training eingeladen und im Sommer ins All-Star-Team der South Atlantic League gewählt wurde.