BASEBALL Alligators läuten das neue Jahr mit einem Empfang im Schlagkäfig am Weyersberg ein.
Von Martin Auer
Vor zwei Jahren haben die Solingen Alligators ihre große Weihnachtsfeier nicht zuletzt aus Mangel an geeigneten Räumlichkeiten abgeschafft. Seitdem ist das Neujahrsgrillen im überdachten Schlagkäfig am Weyersberg der feste Termin zur Jahreswende, bei dem der Bundesligist mit Mitgliedern und Gästen einen Ausblick auf die neue Saison wirft. Alligators-Chef Lutz Träbert konnte am Sonntagnachmittag rund 100 Besucher – darunter auch Oberbürgermeister Norbert Feith mit Ehefrau – begrüßen, die sich vom Dauerregen nicht abhalten und unter Heizstrahler-Wärme die von den Bundesliga-Spielern aufgelegten Grillwürstchen schmecken ließen.
Saisonetat um 6000 Euro reduziert
„Unsere neuen Trainer treten an, um den Abstand zur deutschen Spitze zu verkürzen“, sieht Lutz Träbert die Bundesliga-Mannschaft in einem Jahr ohne Europapokal oder andere Großveranstaltungen im Fokus. Der Verein steuert in ruhigen Gewässern, auch wenn es ein paar Probleme gibt. Der Quasi-Ausfall der Grundschulliga, deren Finale nun am 29. Januar in der Sporthalle Wittkulle nachgeholt wird, hat angesichts der „normalen Fluktuation“ zu einem Mitgliederrückgang geführt. Gesucht wird noch ein neuer Jugendkoordinator, weil Torsten Krapf diese Position wegen einer beruflichen Weiterbildung in 2012 nicht mehr ausfüllen kann. Und schließlich sind auch einige Sponsoren ausgefallen. „Wir mussten den Jahresetat um 6000 Euro reduzieren“, verrät Träbert.
Einen großen Teil davon fängt allerdings schon das neue Trainer-Modell mit den Ex-Spielern Norman Eberhardt und Daniel Wulf auf – Wohnung, Auto und Gehalt für den bislang gewohnten US-Coach entfallen. „Und wir haben beide einen normalen Job, mit dem wir unser Geld verdienen“, unterstreicht Daniel Wulf, der für seinen „Chef“ Norman Eberhardt ein wichtiges Korrektiv ist. „Er ist einer, der mich stoppt, wenn ich mal übers Ziel hinausschieße“, ist sich Eberhardt sicher. Für die diesmal sehr kompakte Saison ohne Sommerpause, in der bereits Ende August der Deutsche Meister feststeht, arbeitet das Duo derzeit mit Hochdruck an der Personalplanung. „An der Angel“ ist ein deutscher Top-Spieler, für den man auf einen dritten Amerikaner verzichten würde. Weiter voll dabei ist Leitwolf Dominik Wulf. „Er hat sich nochmal die EM im September als Ziel gesetzt“, weiß sein Bruder Daniel.