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08.02.2012 10:51
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Fusion: Fußballer auf den Spuren des BHC

Von Jürgen König

Regionalliga-Mittelmaß beim Wuppertaler SV, Landesliga in Remscheid und Solingen – da stellt sich die folgende Frage mit Blick auf einen möglichen Aufschwung von alleine: „Ist ein bergischer Fußballverein die Lösung?“ Konkret und aktuell beschäftigt sich die Industrie- und Handelskammer mit diesem Thema, hat für morgen Abend in ihre Hauptgeschäftsstelle nach Wuppertal eingeladen. Das positive Beispiel der BHC-Handballer zugrunde legend, will die IHK untersuchen, wie erfolgreich Kooperationen für Spitzensport in dieser Region sein können. Vornehmlich im Fußball, der nationalen Sportart Nummer eins.

„Spitzensport im
Bergischen ist keine
weltfremde Idee.“

Georg Schubert Vorsitzender
des Fußballkreises

Ohne große Erwartungen fährt Georg Schubert morgen gen Nachbarstadt. „Es dürfte wohl in erster Linie darum gehen, wie der Wuppertaler SV sein Einzugsgebiet vergrößern und wirtschaftliche Möglichkeiten erkunden kann“, meint der Vorsitzende des Fußballkreises, der wie seine Amtskollegen aus Wuppertal und Remscheid nicht automatisch eingeladen war. Für Schubert, der nun auf Eigeninitiative an der Veranstaltung teilnimmt, ein Affront: „Wir sind im Umfeld der drei Städte 30 000 organisierte Fußballer.“ Generell glaubt der Solinger an die Fähigkeit Richtung bezahltem Fußball. „Spitzensport im Bergischen ist keine weltfremde Idee“, so Georg Schubert, der alleine schon in Solingen mit 22 Vereinen und über 200 Mannschaften ein gewisses Potenzial sieht. Nicht zuletzt mit einem „Solingen-Denken“ statt Kirchturm-Denken könne mehr herausspringen als die Landesliga. Folglich misst der Kreischef dem vom OFC angesetzten Solinger Vereinstreffen am 23. Februar einiges an Bedeutung bei – wenngleich Schubert & Co. auch für diesen Termin keine Einladung erhalten haben. Als „nicht vergleichbar“ wertet Stefan Adam die Gegenüberstellung von Fußball und Handball auf professioneller Ebene.

Zusammenschluss
kein Allheilmittel

„Ein Zusammenschluss ist nicht in jedem Fall ein Allheilmittel, bei uns ging es ohne Gerangel im Sinne der Sache und des Spitzensports über die Bühne“, erklärt Adam. Dass auch der Manager des Erstligisten Bergischen HC zum Thema „Spitzensport als Wirtschaftsfaktor im Bergischen Städtedreieck“ nicht geladen ist oder zumindest detailliert befragt wurde, verwundert noch mehr als die Ausbootung der Fußball-Kompetenz. Generell hat Adam keine Angst vor der kickenden Konkurrenz, beispielsweise auch nicht vor einem in der 3. Liga gut platzierten WSV. „Wir haben in der Region und speziell in Solingen ein großes Zuschauer-Reservoir unabhängig von Entwicklungen im Fußball. Und der BHC hat langfristige Partner“, so Stefan Adam, der die eigene erfreuliche Position dank solider, seriöser und erfolgreicher Arbeit in keiner Weise durch die „wenig konkrete“ Initiative gefährdet sieht.