KISSLING Malerbetrieb nutzt Ambiente selbst und mit Partnern.
Wie sieht die Zukunft des Wohnens aus? Thomas Kissling und seine Frau Heike wollen es den Solingern und sonstigen Interessenten zeigen: Der Malermeister hat auch die andere Hälfte der Rasspe-Villa gekauft und wird sie als Ausstellungsräume nutzen. Ende 1999 hatte das Ehepaar die erste Hälfte erworben und bis Sommer 2001 so renoviert, dass der Neun-Mitarbeiter-Malerbetrieb von der Beckmannstraße nach Stöcken ziehen konnte.
Zweieinhalb Jahre lang stand zuletzt der andere Teil der repräsentativen Villa leer. Der neue Besitzer lässt ihn gerade umbauen, um dort spätestens im Herbst drei Themenwelten präsentieren zu können. „Das Ambiente bringt schon ein eigenes Flair“, unterstreicht Heike Kissling. „Wir müssen zeigen, was wir können“, sagt ihr Mann. „Bisher haben uns aber die Räumlichkeiten gefehlt.“
Schwergewicht liegt auf der Region
„Wir haben uns immer weiterentwickelt“, betont Thomas Kissling. Viele Arbeiten sind aber nicht in Solingen zu sehen – sondern etwa auf der Aidablu, wo der Handwerksbetrieb Restaurant-Wände in Sandstein-Optik gestaltete (ST berichtete). Kissling: „Unser Fokus soll in Zukunft auf der Region liegen – und dafür liegt das Haus strategisch super.“
Es liegt so gut, dass Haustechnik-Spezialist Gira aus Radevormwald seine Produkte ebenfalls in der Rasspe-Villa ausstellen möchte. Für weitere Kooperationen ist Kissling offen. Auch ein „Show-Bad“ mit fugenlosen Wänden soll in einem zweiten Schritt entstehen. Der große Besprechungsraum auf der ersten Etage biete sich unter anderem für Veranstaltungen von Architekten an. Und wo demnächst die „Wand des Jahres“ gefeiert werden könnte, ein Wettbewerb des farbrats, das schwebt dem Ehepaar auch schon vor. flm