Die Pläne für die Umgestaltung von Schloss Burg zum „Erlebnisraum“ liegen beim Land. Es wird nicht vor März darüber entscheiden. Doch nicht allein deshalb macht sich Peter Schauerte-Lüke Gedanken um die Planungssicherheit des Papiertheaters auf Schloss Burg. „Wir kommen in dem Antrag nicht vor“, betont der Vorsitzende des Burgtheater-Vereins zum einst von der Bergischen Entwicklungsagentur (Bea) formulierten Konzept. Sollte das Land also den von der Stadt federführend überarbeiteten Projektantrag auf Fördergelder in Höhe von 800 000 Euro akzeptieren und die Stadt dann die entworfenen Pläne umsetzen, wäre das Papiertheater heimatlos (ST berichtete).
Weil bisher alles in der Schwebe blieb, hat Peter Schauerte-Lüke nun Initiative ergriffen. „Wenn man uns die Spielstätte zumacht, ohne eine Alternative zu präsentieren, verlassen wir Burg und gehen nach Köln“, heißt es in einem Beschluss des Burgtheater-Vereins, der gern in Solingen bleiben möchte und auf Gespräche hofft. Nach einem Spenden- und Unterschriften-Aufruf von Schauerte-Lüke hätten ihn bereits E-Mails aus ganz Deutschland erreicht, erklärt Hans Knopper gegenüber dem ST. „Das, was er macht, ist Kultur“, zeigt sich der Kulturbüro-Leiter ebenso angetan wie bislang schon die Bea und der Schlossbauverein als Vermieter der Räume am Schlossplatz 16. In dem alten Schulhaus soll nach den derzeitigen Entwürfen mit einem Teil der Landesgelder ein Empfangsbereich mit Kasse, Burgmodell und Shop entstehen.
Dass die Kommunikation hierüber verbesserungswürdig ist, hat Knopper nun als Planer erkannt: „Peter Schauerte-Lüke hat ein Recht darauf, dass er richtig informiert wird.“ Ein Gespräch möchte Knopper jetzt vereinbaren. Und Schauerte-Lüke will sich auch mit der Bea treffen. dn