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04.02.2012 10:13
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Versunkene Pop-Perlen mit den Purple Sex Heads

„Twang Lounge Pop“ gehört eher in eine schummrige Bar, als in einen hell beleuchteten Konsumtempel. Dass die Musik der Purple Sex Heads jedoch auch in dieser sterilen Umgebung funktioniert, ist erstaunlich. Dass dem so ist, zeugt von der Qualität der Musiker. Allein Mutz’ Tremolo-Gitarren, die knietief in Hall und Echo wateten, entführten die Zuhörer weit weg von PC-Spielen und Saturn-Werbeprospekten.

Anlass des Konzertes war die dritte Veröffentlichung des Trios „Live at Tube Temples“. In zwei entspannten Sets präsentierten die Musiker einen Querschnitt durch ihr bisheriges Schaffen und ließen bekannte und versunkene Pop-Perlen in ihren ganz eigenen Versionen wiederauferstehen.

„London Calling“ versank tief im Nebel, „Pinball Wizard“ wurde elegant dekonstruiert und Kylie Minogues „Can’t Get You Out Of My Head“ entblödelt. Sänger und Gitarrist Mutz ist natürlich ein absoluter Könner, verliert sich aber niemals in schnödem Muckertum und zaubert ein aufs andere Mal innovative Soundlandschaften aus seinem Instrument. Besen-Schlagzeuger Piet und Bassist Peter wissen das kongenial zu ergänzen. Diese Kombination ist es, die die Purple Sex Heads ausmacht und abhebt. jm