THEATER „Emil und die Detektive“ auf der Studiobühne.
Das bekannte Kinderbuch „Emil und die Detektive“, geschrieben von Erich Kästner, begeistert auch heute noch Groß und Klein. Auf der Studiobühne im Stadttheater präsentierte das Trotz-Alledem-Theater gestern die Geschichte von Emil und seinen Freunden. Die Vorstellung war ausverkauft, und rund 200 Besucher begleiteten Emil auf seiner Reise nach Berlin.
Mit 140 Mark in der Tasche macht sich der kleine Emil Tischbein auf den Weg zu seiner Großmutter und begegnet dem gemeinen Herrn Grundeis, der Emil mit einer speziellen Schokolade zum Schlafen bringt und beklaut. Während Emil den bösen Grundeis verfolgt, lernt er „Gustav mit der Hupe“ kennen, der ihm helfen möchte, den gemeinen Räuber zu fassen. Der Junge trommelt seine Freunde zusammen, und gemeinsam werden Pläne geschmiedet. „Wir brauchen Detektive, einen Bereitschaftsdienst, eine Telefonzentrale und was zu essen.“ Mit „Parole Emil“ lauern die kleinen Detektive Grundeis auf und überführen ihn schließlich.
Verkörpert werden die rund dreißig Charaktere von gerade mal vier Schauspielern. Besonders begeistert sind die Eltern von der Umsetzung. Mit wenig Bühnenmaterial und einer Menge Soundeffekte wird die Fantasie der Kinder angeregt. So verwandelt sich die Bühne erst in einen Bahnhof und wird kurz darauf Berlin bei Nacht.
„Es wurde sich sehr genau an das Buch gehalten. Den Kindern hat es gefallen“, erzählt Jennifer Böttner. Tochter Tara und Sohn Rouven hatten ihren Spaß. „Es war total spannend, als der Dieb gefangen wurde“, sagt Rouven. Justus Vetter fand den Traum von Emil besonders aufregend. „Da wollte ich mir kurz die Augen zuhalten“, lacht er. Das Stück kam bei Kindern und Eltern sehr gut an. Und auch die Schauspieler selbst sind zufrieden. „Wir sind viel unterwegs, und den Solingern scheint es gefallen zu haben. Wir werden sicherlich bald wieder kommen“, erzählt Thomas Sellin, der Emil spielte. wag