Noch mindestens bis zum nächsten Wochenanfang soll sie dauern – die Eiseskälte. Davon geht der Deutsche Wetterdienst aus. In den Krankenhäusern bleibt die Lage ruhig. Das Kälteopfer, das in der vergangenen Woche wegen Unterkühlung ins Städtische Klinikum kam (ST berichtete), wird weiter behandelt. Neue Fälle sind weder hier noch in der St. Lukas Klinik hinzugekommen.
Vielleicht auch ein Verdienst des „Kältebusses“ des Deutschen Roten Kreuzes. Initiator Sascha Hoffmann (23) ist in den Nächten unterwegs, versorgt Obdachlose, gestrandete Partygänger und andere Hilfebedürftige kostenlos mit warmen Getränken, Decken oder mit einem offenen Ohr. „Solange es nachts unter fünf Grad minus bleibt, machen wir weiter.“ Als bester Stellplatz kristallisierte sich der Mühlenplatz heraus. Hier wird der Bus von 20 bis 1 Uhr stehen. Bei Bedarf kann er auch in andere Stadtteile gerufen werden.
Noch einige Tage wird der „Kältebus“ bezuschusst
Bis Sonntag wird das Projekt noch zur Hälfte von der Stadt bezuschusst. 100 Euro kostet der Einsatz am Tag. „Dann sind wir komplett auf Spenden angewiesen.“
Das Tierschutzforum schließt sich an Wochenenden der Hilfe an, verteilt Futter und Decken. Organisator Maurice Blum: „Das wurde gut angenommen.“ Auch diese Organisation ist auf Unterstützung angewiesen. „Besonders Trockenfutter wird nachgefragt.“
Wenn auch nicht für existentielle Not, aber für Ärger sorgt die Kälte bei Autofahrern: Zugefrorene Scheiben, versagende Batterien – keine Seltenheit.
„In Werkstätten sind die Wartezeiten derzeit kurz“, sagt Kfz-Innungsobermeister Ernst-Robert Nouvertné. Sein Tipp für gefrorene Scheibwaschanlagen: „Einen heißen Lappen auf die Düsen legen, bis sie aufgetaut sind, und auf genügend Frostschutzmittel achten.“ Das Auto durch die Waschanlage fahren: Keine gute Idee. Außer, alle Gummidichtungen sind mit speziellen Frostschutzmitteln präpariert. cbi