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03.12.2011 10:00
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„Mein Leben war ein Albtraum“

Von Monika Krebs

Sie hatte keine Zeit zum Trauern, als sie ihren Ehemann, der nur 53 Jahre alt wurde, zu Grabe tragen musste. Er war an Krebs gestorben. Nach dem Ausbruch der Krankheit hatte sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert und er wurde bald pflegebedürftig.

Noch während er im Krankenhaus lag, wurde bei Helga M. (der Name ist von der Redaktion geändert) Brustkrebs diagnostiziert. Trotzdem holte sie ihren Mann für die letzte Zeit des Lebens nach Hause – zum Sterben.

„Ich werde nie vergessen, wie er mir schon im Krankenwagen sagte, dass er sich jetzt ruhiger fühlen würde. Und ruhiger war auch die letzte Zeit seines Lebens.“

Selbst von der Krankheit, von Operation und Chemotherapie geschwächt, traf sie ein weiterer schwerer Schlag: „Meine Tochter kam mit Strahlenkrebs ins Krankenhaus. Auch sie war unheilbar krank und starb binnen weniger Monate mit 43 Jahren in einem Hospiz.“ Danach, sagt sie, sei sie total zusammengefallen. „Mein Leben war in dieser Zeit ein Albtraum.“

Irgendwie hat sich Helga M. doch wieder einigermaßen erholt. Doch vor einem Jahr traf sie wieder ein Schock: Die Krankheit brach erneut aus. „Diesmal saß der Tumor zwischen Lunge und Rippenfell und war nicht zu operieren.“ Das hieß wieder: Chemotherapie.

Helga M. hat sich dazu durchgerungen, jeden Tag so zu nehmen, wie er sich ergibt: „Zu meinem chronischen Krebsleiden sind jetzt noch Herzrhythmusstörungen hinzu gekommen. Einen Tag geht es mir ganz gut. Am nächsten Tag kann ich noch nicht mal staubsaugen.“ Sie ist froh, dass sie dann ihre kleine gemütliche Wohnung hat: „Meine Höhle, in die ich mich zurückziehen kann.“

Helga M. lebt von einer kleinen Rente, vom Existenzminimum. Gerade einmal 250 Euro bleiben ihr im Monat zum Leben. Die kann sie sich ganz gut einteilen. Aber für unvorhergesehene Ausgaben, auch wenn sie notwendig sind, hat sie keine Rücklagen.

Menschen, die durch schwere Krankheiten in wirtschaftliche Notlagen geraten sind, will die Kette der helfenden Hände unterstützen. Menschen wie Helga M. Wenn Sie dazu beitragen wollen, können Sie dies mit einer Spende auf das Sonderkonto mit der Nummer 27 102 bei der Stadt-Sparkasse Solingen (BLZ 342 500 00).