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24.12.2011 09:25
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175 528 Euro für die Kette der helfenden Hände: Neuer Rekord

Von Monika Krebs

„Wem es gut geht, der darf die anderen nicht im Stich lassen.“ Das sagte eine Frau, während sie einen Geldschein in eine Spendendose für die Tageblatt-Wohltätigkeitsaktion steckte.

Es müssen wohl viele Menschen in unserer Stadt so oder ähnlich gedacht haben. Denn sonst hätte die 43. Kette der helfenden Hände nicht mit einem neuen Rekordergebnis abschließen können. 175 528,99 Euro: Das hat es bisher nicht gegeben, und das liegt weit jenseits der bisherigen Höchstmarke. Im vergangenen Jahr konnten wir 166 604,79 Euro in der Heiligabend-Ausgabe vermelden.

Wir danken unseren Lesern, die sich mit ihren Spenden an diesem wunderbaren Ergebnis beteiligt haben. Die wissen, dass sie darauf vertrauen können, dass ihre Spenden da ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Bei Menschen in unserer Stadt, die unverschuldet in Not geraten sind: durch schwere Krankheiten, Behinderungen oder besonders harte Schicksalsschläge in der Familie.

In rund 800 Fällen konnte die Kette der helfenden Hände mit einer gezielten Unterstützung dazu beitragen, dass zumindest an diesem Weihnachtsfest Sorgen und Nöte ein wenig kleiner sind oder gar ganz aus der Welt geschafft werden konnten.

„Sie haben mich wieder ins Leben zurückgeholt“, sagte eine chronisch krebskranke Frau, die nicht nur an den physischen Auswirkungen ihrer schweren Krankheit leidet. Sie war in ein tiefes seelisches Loch gefallen und fürchtete, dass nichts und niemand sie da wieder herausholen würde.

Doch dann kam Hilfe durch die Kette der helfenden Hände. Ein Zuschuss zur dringend notwendigen Renovierung der kleinen Wohnung hat der Frau wieder neuen Lebensmut gegeben. „Es ist mir das Wichtigste, was mir im Leben geblieben ist, dass ich mich in meinen vier Wänden wohlfühlen kann. Dass ich Dinge anschauen kann, die mich an bessere Zeiten erinnern.“

„Vier Jahre war ich schon nicht mehr in der Stadt,“ schreibt eine andere Frau, die aufgrund ihrer Krankheit das Haus nicht mehr verlassen kann. „Da tut es gut, wenn man so eine große Überraschung bekommt. Man ist dann nicht mehr so allein.“

Viele Dankesworte blieben wohl unausgesprochen. Denn die Boten der Kette der helfenden Hände erlebten es nicht selten, dass die Empfänger der Gaben zu Tränen gerührt waren.

„Ich“, schreibt ein Junge, „lebe schon seit etwa fünf Jahren im Kinderheim. Ich freue mich sehr über das Geld, mit dem ich mir einen Wunsch erfüllen kann.“ Der Junge ist eines von 182 Solinger Kindern, die in hiesigen oder auswärtigen Kinderheimen leben und dort auch das Weihnachtsfest verbringen. Wäre die Kette der helfenden Hände nicht – wer hätte ihnen wohl einen Herzenswunsch erfüllt? Die Tageblatt-Leser, die sich an der Kette der helfenden Hände beteiligten, haben mitgeholfen, diese Herzenswünsche zu erfüllen. Sie haben vielen Menschen nicht nur eine große Freude gemacht, sondern auch zu einem neuen Lebensgefühl verholfen, trotz schwerer Krankheit, die nicht zu heilen ist.

„Durch Ihre Hilfe geht es nun wieder ein Stück weiter“, schreibt eine Frau. Eine andere: „Trotz meiner Krebskrankheit gebe ich nicht auf. Es muss weitergehen. Schon wegen meiner fünf Enkelkinder. Die halten mich am Leben. Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt jedem eine Kleinigkeit schenken kann.“

Das hat die Kette 2011 wieder: Sie hat ein starkes Band geknüpft zwischen Menschen, die helfen wollen, und denen die unsere Hilfe brauchen. Und dafür sagen wir von Herzen: Danke!