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04.02.2012 10:58
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Evangelische Kirche: Eltern für Kinder gesucht

Leichlingen. „Sie ist unser Kind geworden.“ Das sagt Hannelore Berger. Mit ihrem Mann Peter Berger hat sie Janine zu sich genommen. „Sie war damals zweieinhalb Jahre alt“, erzählt die Pflegemutter. Inzwischen ist ihre Tochter 25 und geht ihren Weg. Vermittelt wurde das Pflegekind damals über den „Evangelischen Verein für Adoptions- und Pflegekindervermittlung (Evap)“ mit Sitz in Düsseldorf.

Familie Berger kannte die Einrichtung bereits durch die Adoption ihrer beiden Söhne (heute 31 und 30 Jahre alt). „Bei Janine stand von vorneherein fest, dass wir sie nicht adoptieren können“, sagt Hannelore Berger. Die Mutter des Mädchens war schwer krank. Die Kleine war meist bei ihrer Oma, ehe sie in der Leichlinger Familie ein Zuhause fand. Ihre leiblichen Verwandten besuchte Janine regelmäßig.

„Es war nicht immer einfach. Die Belastung war groß“, gibt Hannelore Berger offen zu. Nicht nur mit Janine – auch mit den Jungen. Kinder, die in andere Elternhäuser vermittelt werden, haben schon eine eigene, belastende Geschichte hinter sich. Aber: „Ich würde es immer wieder so machen.“ Paaren, die vorhaben, ein Kind in ihre Familien zu holen, macht sie Mut. Sie warnt aber im gleichen Atemzug davor, zu blauäugig zu sein. Bergers fühlten sich vom „Evap“ gut aufgefangen. Gerade in den Anfangszeiten hätten immer wieder Sozialarbeiter bei ihnen vorbeigeschaut, um zu sehen, ob die Eltern zu dem Kind passen – und ob sie die Probleme aushalten. KS

Am 9. Februar um 18.30 Uhr wird der „Evangelische Verein für Kinder- und Adoptionsvermittlung“ (Evap) im Gemeindehaus an der Marktstraße 15 vorgestellt. Infos auch im Netz: http://www.evangelische-adoption.de.