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04.02.2012 11:15
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Schönheitsideal: Muskulöser Waschbrettbauch

Von Jonas Koss

Muskulöse Arme und ein Waschbrettbauch: Für viele Jugendliche ist das ein Schönheitsideal. Um den Muskelaufbau schneller voranzutreiben, greifen viele nach dem Sport zu Eiweißpulver oder Fitness-Riegeln. Aber ist das gesund? Bieten Pülverchen und Riegelchen wirklich die perfekte Ergänzung zur Ernährung?

„An sich mag ich Eiweißpulver, aber es ist mir viel zu teuer. Viel lieber esse ich gekochte Eier oder Quark. Von Riegeln halte ich nichts“, meint ein Jugendlicher der Friedrich-Albert-Lange-Schule. „Ich benutze selbst regelmäßig Eiweißpulver, aber von vernünftig geprüften Marken, nicht dieses gemixte Zeug“, sagt ein anderer, der ebenfalls namentlich nicht genannt werde möchte.

Vor kurzem brachte die „Ernährungs-Umschau“ einen ausführlichen Bericht über Ernährung im Leistungssport heraus. Fazit: Für Sportler gelten die gleichen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung wie für NichtSportler. Wichtig ist eine vollwertige Ernährung, das heißt, der Energiebedarf muss hinreichend gedeckt werden, um körperlich und geistig leistungsfähig zu sein.

Sportlich aktive Menschen haben aufgrund ihrer körperlichen Belastung einen Mehrbedarf an Eiweiß. Zudem sind Kohlenhydrate und Fette notwendig, um intensive Belastungen erbringen zu können. Proteine unterstützen den Körper beim Aufbau von Gewebe und Muskulatur.

Eiweißpulver und Proteinriegel sollen eine gute Dosierung der Nährstoffe ermöglichen. Zu finden sind diese Nahrungsergänzungsmittel in Fitnessstudios und Drogeriemärkten. Zielgruppe dieser Produkte sind jedoch überwiegend Leistungssportler.

Veronika Hinrichsen vom „Power-Bar-Ernährungteam“ rät: „Zu beachten ist, dass unsere Sporternährungsprodukte auf den Nährstoffbedarf eines Erwachsenen konzipiert sind. Deswegen empfehlen wir Jugendlichen, sich individuell Rat vom Trainer, zum Beispiel im Fitnessstudio, einzuholen.“

Maria Gröne-Stremmel ist Ernährungsberaterin in Solingen. Sie hält nichts von Eiweißpulver und Fitness-Riegeln. „Wenn ich mich vernünftig ernähre, helfen diese Produkte keineswegs, da der Körper pro Stunde nur eine bestimmte Menge von Muskeln aufbauen kann“, erklärt sie.

Zudem sei in Pulvern und Riegeln meist viel zu viel Zucker enthalten. Sie rät daher zu einer ausgewogenen Ernährung: „Drei- bis viermal in der Woche Fleisch, ein bis zwei Mal in der Woche Fisch und täglich ein Frühstücksei.“ Das unterstütze den Muskelaufbau ebenfalls.