POST AUS CHINA Eine besondere Schule irgendwo im Nichts: Sie betreut über 300 autistische Kinder.
Irgendwo im Nichts, in einem Vorort von Qingdao, wo neu gebaute Hochhäuser den bunten Häuserkomplex zu verschlingen drohen, sitzen Kinder in der Schule – einer besonderen Schule. Sie betreut über 300 autistische Kinder und hilft auch deren Eltern, die Problematik zu verstehen. Bezahlen muss jeder selbst. Rund 300 Euro im Monat kostet der Unterricht inklusive Nahrungsmittel. Ein Luxus, den sich nur wenige leisten können. Anders kann sich die Schule aber nicht finanzieren. Der Staat fördert die Einrichtung nicht, und wer beim Eintreten im Winter feststellt, dass es hier keine Heizung gibt, der kann leicht verstehen, dass die Schule das Geld nötig hat. „Das ist immer das Problem in China, die Leute kennen Autismus nicht und unterstützen uns daher nur wenig“, sagt eine Lehrerin. 1500 Kinder aus dem ganzen Land stehen noch auf der Warteliste für die Schule. Ich wurde dort sehr warmherzig empfangen und herumgeführt und konnte mir so ein Bild über eine Problematik machen, in der ich mich selbst gerne engagieren möchte. Von Alex Hofmann