INTERVIEW Das DJ-Team Tube & Berger legt weltweit in angesagten Clubs auf und fördert mit einem eigenen Label den Nachwuchs. Für Freitag laden sie ein zur großen Party.
Von Christian Dluhosch
Die tobenden Massen von feiernden Menschen in verschiedenen Clubs rund um den Globus, die Stimmen von afrikanischen Kinderchören zwischen taktvollen Beats und zwei begabte DJs an den Playern – dieses Bild erscheint direkt vor unseren Augen, wenn wir den Namen Tube & Berger hören. Nachdem die beiden Solinger Ausnahmekünstler am 8. Juli 2011 mit dem „Snake Award“ für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden, wollen sie in diesem Jahr noch mal eine Schippe drauflegen und ihre Fans mit einigen Highlights verzaubern.
Im vergangenen Sommer seid Ihr beide mit dem Preis für Euer Lebenswerk ausgezeichnet worden. Setzt Ihr Euch jetzt zur Ruhe oder auf was dürfen wir uns von Tube & Berger 2012 freuen? Tube:Also, zur Ruhe setzen wir uns auf keinen Fall (lacht). In diesem Jahr ist für uns das ganz große Ding auf jeden Fall unser erstes eigenes Album. Es wird voraussichtlich im Mai, spätestens Juni erscheinen und zwölf bisher unveröffentlichte Tracks beinhalten. Für unser Album ist es ganz wichtig, dass die Tracks einfach eine gute Mischung darstellen, die sowohl im Club funktionieren als auch im Auto hörbar sind. Das ist für uns eben eine große Aufgabe, auf die wir uns unheimlich freuen.
Am 27. Januar im Getaway Solingen gibt’s Eure große „The Kittball Movement“-Party. Was macht diese Party so besonders für Euch? Berger:Wir möchten mit unserer „The Kittball Movement“-Reihe einfach ein paar Mal im Jahr in unserer Heimatstadt groß auffahren und eine besondere Party feiern. Sie soll in Solingen unser musikalisches Umfeld und unseren Hintergrund vertreten, aber auch den Gästen eine unvergessliche Nacht bieten. Wir denken, dass gerade das Aufgebot an bekannten DJs, die wir ins Boot holen, besonders hier in Solingen gut ankommt. Am 27. Januar werden zum Beispiel Ante Perry, Juliet Sikora und viele mehr auflegen, die sonst vielleicht nicht so oft den Weg nach Solingen finden. Deswegen versuchen wir für unsere Party große Namen aus der Szene mitzubringen.
Gibt es neben den bekannten DJs auch noch weitere Highlights, die „The Kittball Movement“ zu bieten hat? Berger:Auf jeden Fall. Natürlich werden wir auch das Getaway in ein komplett neues Gewand hüllen. Neben der einzigartigen Deko werden wir auch für spektakuläre Sound- und Lichttechnik sorgen, die es so in Solingen nur bei uns geben wird und derzeit einfach das Beste sind, was man für eine besondere Party bekommen kann. Deswegen freuen wir uns einfach richtig krass auf den kommenden Freitag und versprechen eine kittballmäßige Party.
Ihr habt grade schon Euren Labelnamen „Kittball“ angesprochen. Wie seid Ihr eigentlich auf diesen ungewöhnlichen Namen gekommen? Tube:Tja das ist eine gute Frage. Also, im Endeffekt ist es irgendwie nur ein albernes fiktionales Wort, das wir aber eine Zeit lang einfach immer wieder benutzt haben. Zum Beispiel war für uns der Ausdruck „Kitt geben“ das gleiche wie „Gas geben“. Durch eine Studiosession von uns kamen wir dann irgendwie darauf, dass die ganze Erde ein großer „Kittball“ ist und solche Albernheiten. Letztendlich wurde so aber der Name „Kittball Records“ geboren.
Neben der Musik und den Partys steckt auch noch mehr hinter dem Label „Kittball Records“. Welches Engagement verfolgt Ihr noch mit Eurem Label? Berger:Wie auch die letzten Jahre werden wir Ende des Jahres zum dritten Mal unsere Charity-Compilation „It began in Africa“ rausbringen, die versucht, afrikanische Kinder von der Straße zu holen und sie durch eine Art Musik-Camp zusammenbringt und fördert. Da hoffen wir natürlich auch wieder auf die massive Unterstützung von internationalen Künstlern, die bisher dieses Projekt wirklich zu etwas Großem gemacht haben, auf das wir sehr stolz sind.
2011 war ja wirklich ein erfolgreiches Jahr für Euch, in dem Ihr auch viel rumgekommen seid. Was warenEure persönlichen Highlights? Tube: Ein Highlight für uns war natürlich unser erstes Ibiza-Booking. Dort haben wir in einem Club namens „Sankeys“ gespielt, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Aber besondere Erlebnisse waren sicherlich die „MayDay“- und „Nature One“-Partyreihen. Vor so vielen Menschen zu spielen und dieses Jahr auf der „MayDay“ 2012 wiederholt aufzulegen, ist auf jeden Fall was ganz Besonderes. Natürlich knüpft man auf diesen vielen verschiedenen Partys und Veranstaltungen in ganz Europa auch neue musikalische Einflüsse und wichtige Kontakte, die dann zum Beispiel auch in unsere „The Kittball Movement“-Party mit einfließen und diese eben sehr besonders machen.
Zwischen den ganzen Terminen rund um den Globus braucht Ihr ja sicher auch mal ein bisschen Entspannung. Wie kann man sich das Relaxen von Tube & Berger vorstellen? Tube:Es mag jetzt lustig klingen, aber eins meiner größten Hobbys ist derzeit das Baden. In meinem Bad zu Hause zu relaxen und die Gedanken schweifen zu lassen ist wirklich was Entspannendes. Aber das Joggen sollte ich hier auch mal lieber noch erwähnen. Wenn wir in Solingen sind, nutze ich gerne die Zeit, um in der schönen Ohligser Heide zu laufen. Berger: Also als mein größtes Hobby, wenn ja leider auch nur im Sommer möglich, ist auf jeden Fall das Wakeboarden. Die Möglichkeit mit Freunden zusammen an der Wasserskianlage zu sein und ein paar Runden auf dem Brett zu drehen, lasse ich mir ungerne entgehen.
Zum Abschluss interessiert uns natürlich, worauf Ihr Euch in diesem Jahr persönlich besonders freut? Berger:Also, wir sind natürlich sehr gespannt auf unser erstes eigenes Album. Ansonsten liegt uns unser „It began in Africa“-Projekt am Herzen. Neben der Charity-Compilation ist es für uns aber auch ein wichtiges Ziel, bald nach Afrika zu reisen, um die Kids zu besuchen, denen letztendlich die ganze Aktion gewidmet ist, und um persönlich zu schauen, was das Projekt bisher erreicht hat. Jetzt freuen wir uns erst mal auf Freitag und die feiernden Solinger.
Getaway, Freitag, 27. Januar: Tube & Berger (Kittball / Great Stuff), Ante Perry (Kittball / Moonbootique), Juliet Sikora (Kittball), P.A.C.O. (Kittball / WLH), Local Support. Einlass ab 18 Jahren, Beginn: 23 Uhr, Eintritt: 8 Euro.