Berlin (dpa) - Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sieht den deutsch-französischen Vorschlag eines Sonderkontos für Griechenland als mögliches Mittel im Kampf gegen die Schuldenlast des Euro-Sorgenkindes.
«Dass man versucht sicherzustellen, dass unsere griechischen Freunde Schulden auch zurückzahlen, dies dann über ein Sonderkonto abzuwickeln, ist keine abwegige Idee», sagte Luxemburgs Premierminister am Dienstag im rbb-Inforadio. Die Einzelheiten müssten aber noch geklärt werden. «Wie immer liegt der Teufel im Detail», betonte Juncker. Ihm lägen bislang nur kurze Textentwürfe vor. Diese reichten für eine endgültige Entscheidung noch nicht aus.
Juncker forderte Athen erneut dazu auf, zusätzliche Sparanstrengungen zu unternehmen, ohne die es keine weiteren Hilfen für das von der Staatspleite bedrohte Land geben könne. Erst wenn diese Maßnahmen verabredet seien und eine Einigung mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt erzielt sei, «kann man davon ausgehen, dass es dieses zweite Griechenland-Programm gibt». Ohne diese Hilfen werde Athen im März kein Geld mehr zur Verfügung haben, um seine Schulden bedienen zu können. «Das ist keine Drohung, das ist einfach eine Beschreibung der eingetretenen Lage», sagte Juncker.
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